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Brecht hat nicht zu unrecht gesagt: Erst dann ist das Theater wieder ein Brennpunkt der Stadt, wenn es Ort einer gesellschaftlichen Debatte wird.

Und Frankfurt ist die richtige Stadt dafür. Frankfurt ist eine elektrische Stadt. MT Eine elektrische Stadt? Wie ist das zu verstehen?

GR Sie reagiert sofort auf Novitäten. Frankfurt ist das Einfallstor in Deutschland für alles Neue. Hier wurden die ersten Hochhäuser gebaut, das ist ein Zeichen dafür.

Im Grunde war Frankfurt immer ein herausragender Platz für gesellschaftliche Auseinandersetzungen. Die Stadt ist sehr empfindlich und aufnahmefähig für Kritik und zugleich für künstlerische Energie.

Heute finden Sie in Frankfurt eine Gesellschaft, die sich neu formuliert durch das, was in dieser Stadt passiert: Gebauter Kapitalismus am Ort der kritischen Frankfurter Schule.

Wie kann sich dazu das Theater positionieren? Doch am Besten, wenn es die Frage stellt: Wie kann ich leben in dieser monströsen Welt?

Um Denkbilder, die haften. MT Wenn aber das Theater spaltet, ist es womöglich mit den Auslastungszahlen schlecht bestellt. Welche Rolle könnte als Vermittler zwischen Publikum und Politik die Theaterkritik einnehmen, wenn es darum geht, den Erfolg eines Theaters neu zu denken?

GR Sie formulieren es richtig im Konjunktiv: Heute kann man eine Zeitung ohne Theaterkritik machen. Das zeigt den Stellenverlust des Theaters in der Öffentlichkeit.

Kritik ist immer dann gut und stark, wenn sie etwas Neues vermitteln, wenn sie sich für etwas Besonderes engagieren kann.

Wunderbar, wenn das Theater dem Kritiker solchen Stoff zureicht. Dazu muss der Kritiker imstande sein, es zu erkennen und zu erklären. Schlimm, wenn er verkennt oder das gezeigte Mögliche nur am Absoluten misst.

Es ist darauf angewiesen, dass es in der öffentlichen Meinung durch reflektierendes Mitdenken gestützt wird. Es ist als Institut so verletzlich wie seine Menschen.

Auch die Kritik, die selbst durchfällt, weil sie falsch ist, kann vernichten. Die Paulskirche markiert das Herz unserer Demokratie, denn hier wurden die Grundlagen unserer Verfassung gelegt und hier werden.

Heute ist es ja genau umgekehrt. Heute muss man sich die Frage stellen, wie man die Diversität der Stadtgesellschaft auf dem Theater verhandeln kann.

Es gibt geradezu die politische Forderung nach einer interkulturellen Öffnung des Theaters. Wie ist diese interkulturelle Öffnung aus Ihrer Sicht möglich?

Daher möchten wir als Theater in Frankfurt die Grundlagen der Gemeinschaft befragen: Nach welchen Regeln und Werten funktioniert unsere Gesellschaft, die inzwischen in viele unterschiedliche Communities zerfällt?

GR Dafür habe ich keine Patentlösung. Das Gorki-Theater in Berlin, das sich sehr erfolgreich diesem Programm verschrieben hat, ist umgeben von deutschen Theatern, die noch sehr konservativ arbeiten.

Es lebt aus dem Gegensatz zu diesen Theatern und zwar mit sehr einfachen Spielformen, aber mit engagierten Spielern aus sehr unterschiedlichen Ländern.

Das Programm dieses Theaters ist nicht als Stadttheater zu denken, denn es hat ein zu spezifisches Profil. GR Wir leben in einer Gesellschaft, die vereinzelt Vielleicht war das zu früh.

Das Problem jeder Theaterleitung im Schauspiel ist freilich: Wer bekommt wie dieses tolle technische Instrument und diesen Raum in den Griff?

Gerade ein solcher Raum verlangt nach Substanz. MT Sie haben in den letzten fünfzig Jahren viele Veränderungen am Schauspiel Frankfurt erlebt - unter anderem auch das Mitbestimmungsmodell und die verschiedensten Intendanten.

Können Sie aus diesen Erfahrungen Charakteristika einer erfolgreichen Theaterleitung benennen? MT Im letzten Sommer hat sich in Frankfurt die Diskussion über die Renovierung des Theaters entzündet, die zugleich zu einer Diskussion über einen möglichen Neubau führte.

Plötzlich war wieder der Standort der Bühnen infrage gestellt. Wie stehen Sie zu dieser öffentlichen Diskussion?

GR Was aus dem Theater wird, hängt von dem jeweiligen Intendanten ab: Von seiner Vorstellung, was er mit dem Haus machen will; auch von seinen Mitarbeitern, wie er sie inspiriert, stimuliert, was er für Freiheiten lässt und welche Risiken er bereit ist einzugehen, und wie sehr die Regisseure wirklich am Thema der Stücke, nicht nur an ihrem Ablauf interessiert sind.

Dafür kann man keine Regeln schaffen. Für jedes Theater gilt: GR Das war eine sehr leichtfertige Diskussion. Es sollte ein Hochhaus an den Theaterplatz, in dem unten das Theater spielt.

Das Theater, ein Solitär in der Stadt, wäre verschwunden, eingebaut. Der damals beerdigte Gedanke. Man muss diese Diskussion beenden.

Die damaligen Städtebauer haben es sehr geschickt gemacht, indem sie in den Anlagenring die Oper heute: Alte Oper und das Schauspielhaus bauten.

Das ist eine wunderbare Spannung in einer Stadt. Man hat in Frankfurt, wie in keiner anderen deutschen Stadt, alle wichtigen kulturellen Institutionen auf einem Fleck.

Es gibt keinen tolleren Ausblick als den aus dem Foyer des Theaters, wenn Sie auf diese beleuchtete Bürotürme schauen. Dadurch verstehen Sie allein vom visuellen Erlebnis her, was Theater für eine Aufgabe haben kann: Dieses Theater ist nur partiell zu erneuern, nämlich nicht in seinen Bühnen, sondern in seinem ganzen Leitungssystem von den Wasserrohren bis zur Elektrik.

Ich bin sehr dagegen, ein neues Theater zu bauen. Er ist Autor der bisher umfangreichsten Dokumentation zur Geschichte des Theaters von bis Bd.

Die wiedervereinigte Stadt wächst langsam zusammen, eine neue Zeit hat begonnen, aber an den Theatern dominieren immer noch die Dramatiker der alten deutschen Republiken.

Gegenwartsautoren werden gering geschätzt, den Absolventen des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste wird empfohlen, einen Taxischein zu machen.

Ihn begeistern die Energie und die Radika-. Es folgt eine Einladung des Regisseurs, Mayenburg möge doch als Beobachter in der Baracke mitarbeiten.

Die dort ausgebildeten Regisseure verbringen das Grundstudium mit den Schauspielstudierenden zusammen, und natürlich entstehen aus diesem engen Umgang miteinander bereits erste Beziehungen.

Sie verbindet der gleiche Theaterbegriff, schnell sind sie eng befreundet. Diese erste Arbeit funktioniert enorm gut, wird vielfach zu Festivals eingeladen - und legt den Grundstein für zahlreiche andere gemeinsame Unternehmungen.

Über die Jahre arbeiten beide auch einzeln, aber sie finden immer wieder zueinander. Sie schaut um die Ecke und präsentiert Zusammenhänge nackter und direkter, als ich sie denke.

Sie ist oft ein Schlüssel für mich. Sie ist ein Terrorist. Das ist existentiell, ich versuche, dem normalerweise auszuweichen, aber sie zwingt mich dazu, mich zu bekennen.

Sie ist so radikal, das ist das, was mich und auch sie interessiert. Es ist nichts gespielt. Sie wachsen miteinander, aneinander, entwickeln sich gegenseitig weiter.

Die Arbeitsbeziehung wirkt stabilisierend. Wie Familie, dahin kann man immer zurück. Sie ist halt ein Mensch der Extreme und oft auch komplett weg.

Ich kenne sie so lange und wirklich gut, und sie ist trotzdem noch ein Wesen, ein Phänomen für mich. Und geht es nach dem Regisseur, ist diese Zusammenarbeit auch noch lange nicht beendet.

Darauf freue ich mich. Nele Stuhler und Jan Koslowski. Sie ist 18, er 20 Jahre alt, beide sind. Bald darauf beginnen sie, auch als Duo zusammenzuarbeiten, gemeinsam Themen zu bearbeiten und Stücke zu entwickeln.

Eine klare Rollenteilung etwa in Performerin und Regisseur sehen die beiden trotzdem nicht. Wir reden beide mit den Schauspielern. Eigentlich sind wir beide alles.

Das Studium verändert beide. Unsere erste gemeinsame Schule aber war in jedem Fall die Volksbühne. Auch wenn wir immer wieder alleine und mit anderen Leuten arbeiten, kommen wir immer wieder - ein bisschen verändert - zusammen.

So bauen wir auf unserer gemeinsamen Geschichte auf und entwickeln uns weiter, durch alle Reibungen und kleinen Streits.

Das ist es, was ertragreich ist, was das Erfolgsgeheimnis solcher Paarungen darstellt. Wenn man zusammen arbeitet, dann ärgert man sich natürlich manchmal über den anderen, aber man kommt an Punkte, wo man alleine niemals hingekommen wäre.

Mayenburg arbeitet inzwischen selbst als Regisseur. Das Schreiben ist nur ein erster Schritt. Es ist mir im Lauf der Jahre immer unorganischer vorgekommen, den zweiten Schritt, die Regie, nicht auch zu machen.

Schauspieler, die er aus jahrelanger Arbeit an der Schaubühne kennt, die er teilweise als Dramaturg an das Haus geholt hat und mit denen er nun als Regisseur arbeitet.

Die beiden begleiten ihn seit seinen ersten Inszenierungen, mit ihnen verbinden ihn künstlerische und private Freundschaften. Er hat Theaterstücke geschrieben, die an den Stadt- und Staatstheatern in Bamberg, Dresden, Karlsruhe und Regensburg uraufgeführt wurden, u.

In der kommenden Spielzeit werden sie Teil des Ensembles sein und gleichzeitig ihr drittes Ausbildungsjahr absolvieren. An keiner anderen Schauspielschule haben die Studierenden die Möglichkeit, als Ensemblemitglied an einem Theater zu spielen, ohne die universitäre Ausbildung zu missen.

Meist gerät einer der beiden Bereiche ins Hintertreffen, und man kann sich nur fragen, was einem wichtiger erscheint — die intensive Betreuung am Ausbildungsort oder das Spielen unter Realbedingungen.

Im Studiojahr soll sich beides vereinen lassen. Um zu verhindern, dass sie in den Alltagsmühlen des Theaters aufgerieben werden, gibt es eine klare Struktur.

Neben dem Einsatz in Produktionen des Schauspiels erarbeiten die Studierenden einen Liederabend in der Panorama Bar, zwei Klassenzimmerstücke und eine Inszenierung mit dem ganzen Jahrgang in den Kammerspielen.

Damit übernimmt das Schauspiel Frankfurt beispielhaft Verantwortung für die junge Generation in der Ausbildung. Das Studiojahr stärkt ungemein das Renommee der Hochschule, bietet den Studierenden finanzielle Unterstützung und ein hervorragendes Netzwerk für den Berufseinstieg.

Wie lässt sich zum Beispiel ein probenfreier Tag in den Theateralltag integrieren? Denn an einem Tag in der Woche müssen die Acht zum Unterricht in die Hochschule — was sicher nicht jeden Regisseur freuen wird.

Den Schutzraum der Schule, wo behutsam die spielerische Fähigkeit entwickelt wird, lassen die Acht hinter sich und stellen sich dem Publikum.

Mut braucht das, Spielfreude selbstverständlich. Nach ihren ersten gemeinsamen Jahren an der Hochschule sind sie ein eingeschworenes Team.

Und sie bringen Talente mit, die gar nicht so selbstverständlich sind: Lisa Eder hat vor der Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule ein Studium der Theaterwissenschaft absolviert.

Im Gegenteil, meint sie. Auch wenn Philippe sich gegen eine Zirkuslaufbahn entschieden hat, kleine Spuren hat das berufliche Umfeld seines Vaters hinterlassen.

Übrigens nicht das einzige verborgene Talent: Felix Vogel hat vor dem Schauspielstudium in einer Sterneküche gearbeitet, vermutlich einer der besten Orte, um stressresistent für das Abenteuer Studiojahr zu werden.

Wenn das schon als international zählt, dann ist die Antwort: In Deutschland wollte ich schon immer arbeiten, daher freue ich mich sehr darüber.

Irgendwann würde ich gerne auf der ganzen Welt arbeiten. In meinem Alter fände ich es sehr schwierig, nur für ein Theater zu arbeiten, da würde ich das Gefühl haben festzusitzen.

Ich verbringe alle zwölf. Monate des Jahres damit, in einer Sprache zu arbeiten, die nicht meine eigene ist. Wir kämpfen alle dieselben Kämpfe, haben dieselben Probleme und Ängste.

Wir reisen alle an und ab, und meine deutschen Kollegen beschweren sich bestimmt über genau dieselben Dinge.

Zum Beispiel über die Matratzenqualität in Theaterwohnungen. Die Cleveren unter uns fahren schon mit ihrem eigenen Kissen zur Arbeit.

Was ist für Sie typisch deutsch? Was fasziniert Sie an Deutschland? VB Es ist schwierig, darauf eine genaue Antwort zu geben; durch Generalisierung wird man nur oberflächlich, aber ich versuche es.

Das Theatersystem funktioniert gut, und es hat sich oft herausgestellt, dass man Grenzen verschieben kann. Ich mag vieles an Deutschland, vielleicht am meisten, dass hier die Kultur und ihre Vielfarbigkeit so wichtig sind.

Ich habe hier viele begabte, intelligente und begeisterte Menschen kennengelernt. ML Sieht man das so deutlich, dass ich hier gern arbeite?

Stimmt, ich freue mich jedes Mal, in einer neuen Stadt anzufangen. Meine Arbeit im deutschsprachigen Theater hat mich in direkten Kontakt mit einer Kultur gebracht, die sich von der meiner Heimat unterscheidet — trotzdem ist hier vieles vertraut.

Auf jeden Fall ist es unnötig. Wir sind, selbst wenn wir uns als politisch links bezeichnen, heute immer noch darauf programmiert, in Nationen zu denken.

Vor allem im Theater. Wir werden alle von der gesamten Bandbreite emotionaler Reaktionen verfolgt, von Unterstützung und Lob bis hin zur direkten Attacke und Disqualifizierung.

Das kriegt man aber sowieso, egal ob man im Ausland arbeitet oder in seiner Heimatstadt. Sie wohnen noch immer in Belgrad, arbeiten aber hauptsächlich im deutschen Sprachraum, in Berlin, München, Düsseldorf, Salzburg und Wien.

Wo sind Sie zuhause? Welche Rolle spielt diese Frage in Ihrer künstlerischen Arbeit? DB Sie freuen sich alle, viele werden auch nach Frankfurt kommen.

VB Ich habe auch meistens positive Reaktionen bekommen, obwohl ich mir sehr wohl vorstellen kann, dass manche denken, ich gäbe den Kampf auf und flüchte vor den Schwierigkeiten zu Hause.

Da kann übrigens auch etwas dran sein. ML Was auch immer du tust, es wird immer jede erdenkbare Reaktion her-. Wenn ich immer sage, dass ich Von meiner anfänglichen Verwirrung und Not und von den immer neuen Herausforderungen einmal abgesehen, hat mir diese neue Phase der Arbeit ohne Zuhause sehr viele Freunde und Erfahrungen gegeben, ein weit reichendes Gefühl für die Welt, eine Art neues Bewusstsein.

Ohne dass ich mir das ausgesucht hätte, ist dadurch die Probenbühne so eine Art Zuhause geworden; der einzige Ort, an den ich immer zurückkehre.

Sie kommen aus Tuzla in Bosnien, sind mit Ihrer Mutter vor dem Bürgerkrieg in die Niederlande geflohen und haben in Maastricht studiert.

Ich betrachte es als sehr brauchbar, dass. Ich bin von sozialistischen Eltern mit muslimischen und katholischen Wurzeln aufgezogen worden.

Ich bin Osteuropäerin und Westeuropäerin. Ich bin Flüchtling und Nachwuchsregisseurin. Als Kind kann einem das schon Kopfzerbrechen bereiten.

Aber heute stecke ich das in meine Arbeit. Braucht das Theater überhaupt eine globalere Sprache? Die Truppe musste schnell mehrere Sprachen lernen und spielen, musste körperlich und musikalisch fit sein, Instrumente spielen, gut improvisieren können.

Da wir in jeder Spielzeit zwei Koproduktionen hatten, haben wir an immer neuen Orten mit jeweils anderen Menschen gearbeitet, und das braucht eine Truppe, die offen und entwicklungsfähig ist.

Im Ausland haben wir im normalen Stadttheatermilieu Produktionen mit hohem Budget gemacht, während wir zu Hause die bescheidenen Bedingungen der freien Szene hatten, wo die Schauspieler das Bühnenbild selber aufbauten, falls es überhaupt ein Bühnenbild gab.

Und diese Wechselhaftigkeit hat eine sehr gute Wirkung auf die Gruppe ausgeübt. Die globale Theatersprache ist meiner Meinung nach grundlegend wichtig.

Ich versuche immer, in so einer Sprache zu arbeiten — das gelingt freilich nicht immer. Die prägendsten Inszenierungen meines Lebens waren ausnahmslos Aufführungen, die durch die Form ML Meine Vorstellungen vom deutschen Theater ändern sich ständig.

Aber schon bei meiner ersten Arbeit hier hatte ich das Gefühl, in meiner Haltung zum Theater herausgefordert zu sein. Nicht nur in Bezug auf unterschiedliche Ausdrucksmittel, sondern als plötzliche Konfrontation mit der grundlegendsten Frage überhaupt: Was willst du eigentlich vom Theater?

Jede Produktion bietet da eine andere Antwort. Aber als Ausgangspunkt beschäftige ich mich gerne mit der Stadt oder mit der Geschichte des Hauses.

DB Das sehe ich ähnlich. Wie stark muss man sich in Deutschland als Regisseur präsentieren? Wie schwach und angreifbar darf man sein? VB Ich finde es nicht leicht, das zu sagen, da es überall Beispiele und Gegenbeispiele gibt.

Vielleicht sind manchmal bei ungarischen Schauspielern Instinkte eine wichtigere Motivation. Was man aber leider leichter beobachten kann, ist, dass ungarische Schauspieler schneller alt werden.

Viele brennen zu früh aus, sie achten nicht so sehr auf sich, nehmen sich zu viel vor. Was allerdings auch Existenzgründe hat. ML Kleine Unterschiede gibt es, keine Frage.

Wenn sie sich motiviert fühlen, können sie Berge versetzen. Die Frage sollte vielmehr sein, welche Rolle Und dann sollten wir nicht nur über Schauspieler sprechen, die überall Berge versetzen können, sondern über die Unterschiede zwischen deutschen und jugoslawischen Zuschauern und ihre unterschiedlichen Erwartungen an die darstellenden Künste.

Was den zweiten Teil der Frage betrifft, ein Geständnis: Seitdem ich mit deutschsprachigen Schauspielern arbeite, habe ich gelernt, meine Verletzlichkeit zu akzeptieren.

Der Regisseur ist immer die angreifbarste, verletz-. Und den Probenraum nenne ich mein Zuhause, weil das einer der wenigen Plätze in der Welt ist, an denen ich mich dazu eingeladen fühle, mich zu öffnen.

Das ist schon ein politischer Ort, an dem Menschen sich mit einem gemeinsamen Ziel versammeln, in Vorbereitung einer öffentlichen Aussage.

Theater zu machen, bietet immer die Gelegenheit, einen direkten Kontrapunkt zu den offiziell herrschenden Narrativen zu bieten, nicht nur ästhetisch, sondern durch die Struktur, die soziale Ordnung selbst.

Welchen Auftrag könnte das Theater haben? Die Kirche der Aufgeschlossenen, in der niemand dir sagt, was du tun oder glauben sollst. Aber man ist zusammen, und man ist zusammen von etwas berührt.

Was die Zukunft des Theaters betrifft, bin ich überhaupt nicht pessimistisch. VB Ich schäme mich, aber ich kenne nicht einmal das Theater der Gegenwart richtig gut.

Ich sehne mich danach, eine Weile nur herumzureisen und das heutige Theater verschiedener Welten und Kulturen zu sehen. Wenn wir uns ansehen, gegen wie viele Probleme Europa ankämpfen.

Und das wird es auch, ganz sicher. Entweder als Protestlied oder als Luxus der Eliten oder als beides. Mittlerweile gilt nicht wenigen das freiheitliche Wagnis — und damit auch die Vielfalt der Werte, die Heterogenität der Gesellschaft — als öffentliches Ärgernis.

Denn wenn die inneren Bindungs- und Integrationskräfte der Gesellschaft ihre Quelle in gemeinsamen Werten haben, wieso sollten wir sie eigentlich nicht von allen Menschen, die bei uns leben oder leben wollen, erwarten, mehr noch: Heute wird das Abendland verteidigt mit einem expliziten Bezug zu unseren Werten, wobei es für dieses Konfliktszenario entscheidend ist, dass es neben dem Wir auch ein Ihr gibt.

An diesen Anderen wird das Wir geschärft und überhaupt erst sichtbar, daher ist der Kampf um die Deutungshoheit über Werte vor allem ein Kampf um Identität.

Die Krise sind nämlich die Flüchtlinge selbst. Und zwar nicht, dass es sie überhaupt gibt, sondern dass es sie für uns gibt, eben weil sie zu uns kommen.

Die Flüchtlingskrise meint tatsächlich existentielle Gefahren, die mit diesen vielen Anderen — ihren Traditionen, ihren Denkweisen, ihren Werten — einhergehen.

Aber eben nicht die Leib und Leben gefährdenden Gründe und Wege ihrer Flucht, sondern unsere Ängste vor dem Verlust oder der Veränderung einer unterstellten gemeinsamen Identität.

Unsere Flüchtlingskrise ist eine Identitätskrise. Dieser Begriff hat eine längere Geschichte, aber stets wurde er in Verbindung mit Identitätsfragen vorgebracht.

Geblieben ist die Chimäre einer jüdischchristlich-abendländisch-westlich-deutschen Leitkultur, der es nicht zufällig an einer Konkretisierung derjenigen Werte fehlt, die das Wir ausmachen.

Natürlich kann man die individuellen, sozialen und kulturellen Wertesysteme, die in Deutschland derzeit etabliert sind, untersuchen.

Wenn es überhaupt eine Lehre zu ziehen gab aus den humanitären Katastrophen der beiden Weltkriege, dem Totalitarismus und den völkermörderischen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dann wohl diese.

Dennoch stehen Wesen und Wert der Demokratie gegenwärtig zur Disposition. Populisten gerieren sich als wahre Demokraten, als kulturrevolutionäre Alternative zu der egoistischen, werte-vergessenen und dekadenten liberalen Lebensform.

Politiker, ebenso wie Meinungs- und Kulturmacher, bestätigen ihren eigenen Ausnahmezustand mit verbalen Ausfällen, rechts- oder menschenfeindlichen Vorschlägen und der guten alten Angstpolitik.

Die besorgten Bürger sind so besorgt, dass sie Fakten für Lügen, Beleidigungen für Sensationen und Lügen für Durchsetzungsstärke halten.

Das ist die Wahrheit der post truth democracy: Auf diese ist sie aber angewiesen. Ohne demokratisches Ethos — eine Konzeption und Praxis gemeinsamer Werte — ist auf Dauer kein demokratischer Staat zu machen.

Und das ist alles andere als trivial, denn selbst die Werte, die das demokratische Ethos prägen — Gleichheit und Gleichberechtigung, Freiheit und Verantwortung, Anerkennung und Solidarität — können mit den Mitteln des Rechtsstaats eben: Ernst-Wolfgang Böckenförde hat dieser Herausforderung vor rund 40 Jahren eine prominente Formulierung gegeben.

Um der Freiheit willen muss man den Bürgerinnen und Bürgern die Freiheit lassen, ihre eigenen Werte, moralischen Überzeugungen und Lebensweisen zu entwickeln.

Aber was wäre mit dieser Kenntnis gewonnen bezüglich der Frage nach den normativen Grundlagen unseres Zusammenlebens?

Selbst wenn man eine von vielen geteilte, also statistisch signifikante Lebensform auffinden sollte, lässt sich daraus keine Pflicht ableiten, sich mit diesen Werten der tatsächlichen, gefühlten oder als wesentlich behaupteten Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger zu identifizieren.

Die Rechtsstaatlichkeit der Demokratie bemisst und bewährt sich an dem, was eben gerade nicht erzwungen werden kann, weil es, mit gutem Recht, der freien Entscheidung des Einzelnen unterliegt.

Deswegen bleiben auch Werte — selbst diejenigen, die wir mehrheitlich gut finden mögen — dem Wagnis der Freiheit und Freiwilligkeit überlassen.

Die Diskussion um Leitkultur und Leitwerte soll ein Problem lösen, das dadurch aufgeworfen wird, dass es gerade keine Leitkultur und keine verbindlichen gemeinsamen Werte gibt.

Sie zeichnet sich durch eine Vielfalt und Differenz von Werten, Weltanschauungen und Lebensformen aus. Pluralismus ist ein Verfassungswert, dem etwa durch den Pluralismus der Überzeugungen Art.

Auf den ersten Blick mag es überraschen, aber es lässt sich bei näherer Betrachtung plausibel machen, dass Individualismus und Pluralismus zwei Seiten einer Medaille darstellen.

Die gleiche Freiheit der Menschen - zu leben wie, und zu tun, was ihnen beliebt, zu glauben, was ihnen richtig erscheint, wertzuschätzen, was sie für vernünftig, nützlich und gut halten - führt zu Individualisierungen und Differenzen.

Daher ist Pluralismus ein zentrales normatives Prinzip der Demokratie. Als Grundwert ist er unauflöslich verknüpft mit den Grundwerten der Freiheit und Gleichheit des Einzelnen, ebenso mit der Erwartung, dass nur ein freier, offener, vielstimmiger, durchaus auch streitbarer Prozess der öffentlichen Meinungsbildung wirklich demokratisch genannt werden kann.

Und eben hier findet Pluralismus und auch die Toleranz, die er gebietet seine Grenze: Individuelle Grundrechte sind der eigentliche Grund des Wertes des Pluralismus.

Kann denn nun nicht einfach das Grundgesetz selbst als eine Werteordnung betrachtet und praktischerweise zugleich als Rechtsordnung erzwungen werden?

Aber wieviel bürgerschaftliches Engagement und lebensweltliche Orientierung vermag der hohe Abstraktionsgrad unserer Verfassung überhaupt zu stiften?

Indem sie unsere Werte definiert und vorschreibt, beschränkt sie die Räume der Freiheit, die das Wesen und den Wert der Demokratie ausmachen. Insofern Pluralismus wertvoll ist, müssen auch die Dissense und Konflikte, zu denen er führt, durch den Einzelnen, aber vor allem durch den Staat toleriert werden.

Die Vielfältigkeit der Werte, die die Menschen haben und nach denen sie ihr eigenes Leben gestalten, ist also kein Problem.

Aber der Pluralismus wird zu einem Problem, wenn wir nicht mehr darauf vertrauen können, dass sich die Mehrheit der Menschen mit der demokratischen Lebensform identifizieren.

Und dafür brauchen wir am Ende doch: Aus dieser paradox anmutenden Situation heraus gibt es keinen geraden Weg. Daher ist die Frage, wie wir zusammen leben wollen, aufs engste verknüpft mit der Verteidigung der freiheitlichen Demokratie gegen ihre Verächter.

Aber bei ihrer Beantwortung kommen wir um den Pluralismus der Werte — das Wi h r — nicht herum. Meine, deine, unsere Werte können keine verbindlichen Normen für alle anderen darstellen.

Zugleich meint der gebotene Respekt vor dem Anderen und seinen Werten nicht schon seine Wertschätzung, Toleranz eben gerade nicht Anerkennung.

Tatsächlich müssen wir den Anderen und seine individuellen Lebensvollzüge nicht gut finden, aber zu Kenntnis nehmen, aushalten, hinnehmen, manchmal auch schlicht erdulden.

Aus der Differenz und dem Dissens heraus erhellt sich überhaupt erst der Wert des Pluralismus für die Demokratie.

Das ist eine Herausforderung, das verlangt individuelle und gemeinsame Anstrengung und birgt auch Zumutungen. Auch deswegen ist sie die am wenigsten schlechte Herrschafts- und Lebensform.

Sie forscht und publiziert zu zeitgenössischen Debatten der Politikphilosophie etwa dem Verhältnis von Wahrheit und Demokratie , sowie der neuen alten Frage nach dem Menschen und Menschlichen etwa den anthropologischen Voraussetzungen der Menschenrechte.

Ihre neueste Publikation widmet sich der Theorie eines vehementen Verteidigers der Demokratie: Wenigstens für die ersten Monate. Warum also sieht mich die nette Frankfurterin vor mir an, als sei ich ein sprechender Rollmops?

Ich muss zur Neuen Wache. In der Nähe der Alten Oper. Jedenfalls zum Einwohnermeldedings am Gänsemarkt. Die Herausforderung ist klar: Stadt kennenlernen, Menschen kennenlernen.

Konstablerund Hauptwache auseinanderzuhalten, traue ich mir mittlerweile zu. Jenseits dessen wird es schon schwieriger. Das Jahrhundert des Flaneurs ist vorüber, und bis zum nächsten Marathon kann ich nicht warten.

Also sich einer Stadtführung anvertrauen? Wie wäre es dann mit zwei Stadtführungen? Wie viele Stadtführungen gibt es eigentlich?

In meinem Rollmopshirn reift ein Plan: Ich versuche, innerhalb von 24 Stunden so viele Führungen durch Frankfurt zu absolvieren, wie ich nur kann, und dabei so viele Frankfurter zu treffen wie möglich.

Einheimisch werden im Turbogang. Der Selbstversuch beginnt morgens um kurz nach neun vor dem Hauptbahnhof.

Schon kostbare Stunden verschenkt, aber früher gab es nichts. Bis auf zwei Italiener und ein engumschlungenes Pärchen in der ersten Reihe ist das Oberdeck des knallbunten Busses, in dem ich sitze, menschenleer.

Dann geht es los. Auf der Rückenlehne vor mir befindet sich ein Kästchen mit Wahlschalter, das mir auf acht Sprachen die Stadt erklärt. Ich stöpsele meine Gratiskopfhörer ein: Europas, hier arbeiten Hat offenbar eine Zweigstelle im Schauspielhaus, denn an dem fahren wir.

Und war das vorhin nicht die Paulskirche? Der Kopfhörer erzählt von der Kaiserwahl im Dom. Gut erholt, aber leicht verwirrt treffe ich eine Stunde später wieder am Hauptbahnhof ein.

Immerhin, für eine erste Orientierung hat es gereicht. Ohne Schwierigkeiten finde ich zum Eisernen Steg, wo ich um Ich schätze, zehn Jahre vielleicht?

Die Menschen kommen und gehen. Da dauert es, bis man Wurzeln schlägt. Um die Mittagszeit habe ich mich beim Besucherdienst angemeldet. Beinahe komme ich zu spät zur Sicherheitsüberprüfung am Eingang.

Dann stehe ich in einem vermutlich schusssicheren Glaskasten und blicke hinab auf das Handelsparkett. Unten starren sie auf Bildschirme.

Hin und wieder geht jemand mit einem Blatt Papier von rechts nach links. Dann von links nach rechts. Ich würde gerne bleiben, hier im Herzen der Finanzwelt.

So friedlich habe ich es mir gar nicht vorgestellt. Aber die Zeit drängt. Hier beginnt gleich die offizielle Führung der stadteigenen Tourismusfirma.

Unser Guide Tobias ist etwa Mitte 30, kommt aus dem Taunus und betrachtet unser kleines Grüppchen wohlwollend. Nur gelegentlich neigt er zum Superlativ.

Die Fläche der Stadt ist eben relativ klein, da muss man sich manchmal aufplustern. Da lacht er wieder.

Jetzt ist es schon früher Nachmittag. Die Stadt kenne ich zwar etwas besser, aber die Menschen? Michael war Hamburger, Tobias kam aus dem Taunus. Wie soll man auch Frankfurter ausgerechnet auf einer Führung durch Frankfurt treffen?

Ich beginne, an meinem Plan zu zweifeln. Aber mir bleibt noch eine Chance: Das muss auch die Ur-Frankfurter interessieren.

Vor dem Museum ist eine beachtliche Menschenmenge zusammengekommen und schon von Weitem dringen hessische Töne an mein Ohr.

Wenigstens wohnen sie beide schon seit Jahren hier und kennen die Stadt gut. Die Frankfurter kümmern sich nicht so sehr darum, was andere von ihnen denken.

Unsere Gruppe ist bunt gemischt, von aufgeregten älteren Damen aus dem Umland bis hin zu zwei jungen Hipstern. Pünktlich am Ende unserer Route setzt ein kalter Nieselregen ein, und ich flüchte, nachdem ich mich von Bernd und meinen neuen Hipsterfreunden verabschiedet habe, in eine Bar.

Es ist kurz nach acht; sechs Führungen in elf Stunden. Bin ich jetzt angekommen in Frankfurt? Vielleicht ist aber die eigentliche Erkenntnis, dass es den typischen Frankfurter so gar nicht gibt.

Hier mischt sich eben alles — Durchreisende mit Alteingesessenen, Traditionelles mit Hochmodernem, Hässliches mit Schönem.

Eins steht jedenfalls fest: Mit dem geballten Wissen, das ich heute gesammelt habe, werde ich allen Freunden, die mich hier besuchen kommen, mit Leichtigkeit eine hochkompetente Führung durch meine Stadt geben können.

Das hätte anderswo vielleicht für Wirbel gesorgt. Die Frankfurter haben es so nebenbei mitgenommen. Wurde nicht von Goethes Mutter erfunden, sondern von den Hugenotten mitgebracht.

Ist erst seit dem Wie man im Turbogang Frankfurter wird, kann er mir allerdings auch nicht verraten. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Hoffentlich ist da ein Getränk Elfenland Andrea Kaune, Westerschütting 1, Tel.: Samstag Uhr und nach Absprache.

Schröer, Tammensiel , Tel.: Jordt Tammensiel 36, Tel.: Die Besonderheiten werden den Besuchern dieses über Jahre alten markanten Seezeichens vom Leuchtturmführer dabei nahe gebracht.

Ab Windstärke 6 ist das Betreten der Galerie nicht möglich. Eintrittskarten für den Leuchtturm erhalten Sie nach Anmeldung nur beim Kur- u.

Sie sehen Hunde als ihre Feinde an und versuchen vor ihnen zu flüchten. Sollte dennoch einmal ein Hund ein Tier verletzt haben, bitte melden Sie dies so schnell wie möglich beim nächsten Haus.

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Ziel unserer Arbeit ist es, Ihnen als Besuchern den Lebensraum Wattenmeer nahe zu bringen und Sie auf den besonderen Wert dieser Landschaft hinzuweisen.

Dies gelingt am besten, indem Sie die Natur gemeinsam mit uns Nationalparkbetreuern hautnah erleben. Sie sind herzlich zu den unten aufgeführten Veranstaltungen eingeladen.

Eine Watterkundung ist für Jung und Alt ein besonderes Erlebnis! Deichübergang am Leuchtturm WW6 Dauer: Im Gegensatz zu der Wattexkursion, auf der die Darstellung der Lebensgemeinschaft Wattenmeer im Vordergrund steht, liegt der Schwerpunkt dieser Veranstaltung in dem Naturerlebnis einer Wanderung in die Weite des Wattenmeeres.

An der Wasserkante besteht die Chance auch mal seltene Meerestiere oder Muscheln zu finden. Abgangsstelle Süderoog WW4 Dauer: Neben der Artenbestimmung werden die Verhaltensweisen der Tiere und die Bedeutung des Wattenmeeres für die Vogelwelt näher erläutert.

Parkplatz am Leuchtturm Dauer: Falls vorhanden bitte Ferngläser mitbringen. Warum haben Hummer so lange Antennen? Und woher hat die Aalmutter eigentlich ihren Namen?

Unsere beiden Unterwasserwelten sind voller Geheimnisse, denen wir mit Ihnen zusammen auf den Grund gehen wollen! Schutzstation Wattenmeer, Tammensiel 6 Dauer: Erfahren Sie mehr über die Entstehung und andere interessante Geschichten dieser Zeugen aus längst vergangener Zeit.

Mit einfachen Mitteln verwandeln Sie einen schlichten Bernstein in ein wertvolles Schmuckstück und entdecken vielleicht sogar einen fossilen Einschluss.

Wie steht es um den Fischfang hier bei uns in der Nordsee aber auch weltweit? Wie lange gibt es die Fischerei eigentlich schon und wie wird sie sich in der Zukunft auf die Meere auswirken?

Stecken auch wir Konsumenten mit im Netz? Bei diesem Vortrag über den Wirtschaftszweig Fischerei werden wir auf viele solcher Fragen eingehen.

Schutzstation Wattenmeer, Tammensiel 6 Dauer ca. Die Nordsee im Wandel Wenn es wärmer wird und das Wasser steigt.

Was ist dran am ganzen Rummel um den Klimawandel? Betrifft uns das auch hier an der Nordsee? Was kann ich als Einzelner tun? Diese und andere Fragen werden wir im Vortrag gemeinsam erörtern.

Naturkundlicher Vortrag mit der Schutzstation Wattenmeer Treff: Sie erfahren spannende Dinge über das Verhalten dieser Vögel und ihre Überwinterungs- sowie Brutgebiete.

Wandern Sie gemeinsam mit der Schutzstation Wattenmeer am Deich entlang, hören die Vogelstimmen und erleben den sternenklaren Nachthimmel und die zahlreichen Lichter am Horizont.

Auch die spannende Geschichte der Nordseeinsel Pellworm und der sagenumwobenen, versunkenen Stadt Rungholt werden vermittelt.

Badestelle Alte Kirche Dauer: Für Kinder werden Naturspiele angeboten. Auch Termine auf Anfrage. Inselrundfahrten Bis zum Oktober finden Inselrundfahrten mit dem Bus täglich um Während der Tour je nach Windverhältnissen gemütlich bis sportlich erhalten sie viele Informationen zu landschaftlichen, geschichtlichen und wirtschaftlichen Besonderheiten der Insel Im Programm: Eingang Vogelkoje, Ütermarkerkoog Spendenvorschlag: Weitere Führungen nach Vereinbarung, Tel.: Kommt zu einem packenden Spielenachmittag.

Es gibt noch viel mehr zu erleben, kommt einfach vorbei! Kosten für die Betreuung: Für Eltern besteht die Möglichkeit, ins Cafe zu gehen, sich dort wohlzufühlen, zurücklehnen und zu entspannen bei selbstgebackenem Kuchen und Torten und Fair Trade Kaffee.

Bernsteinschleifen für Kinder und Erwachsene, Termine siehe Veranstaltungskalender. Ponyreiten auf dem Appelhof, Meike Ruppertz, Schulstr.

Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

Kostenbeitrag 15,-, Anmeldung bitte unter Tel.: Vom ist die Multi-Sport-Arena für eine Veranstaltung gesperrt! Zwei Tischtennisplatten laden zum Wettkampf ein.

Direkt neben der Strandkorbhalle könnt Ihr auf dem Abenteuerspielplatz spielen und toben. Klettergerüst, Seilbahn, Sandkiste und viele Spielgeräte 3.

Einige Wattwanderungen führen durch Muschelbänke, mit alten Turnschuhen, Gummistiefeln oder dicken Socken können Sie Schnittwunden vermeiden.

Zu den Wattwanderungen bitte je nach Wetterlage warme, wetterfeste Oberbekleidung mitnehmen. Auch bei bedecktem Himmel sollten Sie an einen ausreichenden Sonnenschutz denken.

Den aktuellen Tidenkalender erhalten Sie in der Tourist-Information. Die Hallig Süderoog liegt ca. Selbstgebackener Kuchen, ein frisch gekochter veg.

Eintopf sowie warme und kalte Getränke erwarten Sie während Ihres einstündigen Aufenthalts. Bedenken Sie bitte, dass diese Wattwanderung nicht für kleine Kinder geeignet ist.

Für diese Wattwanderung empfehlen wir kurze Hosen. Wattwanderung zu den Kulturspuren Besichtigen Sie Deichüberreste, alte Wieseneinteilungen und mehr und wandern Sie mit uns zu alten Siedlungen von vor Treff: Johanneshörn WW 2 Erw.: Krabbenfischen Krabbenfischen nach alter Tradition.

Mit de Puuk Fangnetz geht es raus bis an die Heverkante und dort werden die Krabben gefangen. Parkplatz Leuchtturm WW6 Kosten: Anmeldungen bitte unter Tel.: Programm ab dem Bitte achten Sie auch auf die Plakate!

Was machen Theaterkünstler, wenn sie nicht auf der Bühne stehen? Proben natürlich, Text lernen, Konzepte schmieden. Kunst ist harte Arbeit, da kommt so schnell keine Langeweile auf.

Und doch hüten manche von uns ein kleines Geheimnis: Ja, auch wir haben Hobbys. Und warum denn auch nicht? Daneben reden wir natürlich auch über das Theater, das Leben, die Kunst und was uns sonst gerade beschäftigt: Spielfreude bringen die Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt mit, die sich hier im Rahmen des neuen Studiojahrs am Schauspiel Frankfurt präsentieren.

Auch der Jugendclub zeigt hier, was im Theater noch so alles möglich ist. Vorhang auf für viele und vieles! Ich habe nicht ein einziges Mal die Situation erlebt, dass ein Kulturdezernent, ein Oberbürgermeister mich angewiesen hätte, doch mehr in diese oder eine andere Richtung zu arbeiten.

Im Gegenteil, man hat mich aufgefordert, langfristig einen Spielplan zu erstellen, der auch Seltenheiten, Überraschungen parat hält.

Für mich ist es eine ideale Insel in dieser Bundesrepublik, um eigenen Vorstellungen nachzugehen. Die Erwartung an die Institution Mousonturm, möglichst viel auszuprobieren, wurde deutlich ausgesprochen.

Ich empfinde die Stadt als offener und freier als andere Städte. Man macht Programm für Leute, die sehr kenntnisreich und erfahren sind. Es gibt ein sehr starkes Bewusstsein, sich immer wieder neu zu erfinden und sich immer wieder neuen Aufgaben zu stellen.

Wenn wir heute breite Unterstützung erfahren, liegt das auch daran, dass wir seit einiger Zeit in der Lage sind, mit dem Geld auszukommen.

MP Das kann man auch kritisch betrachten. In den neunziger Jahren wäre man dafür ausgebuht worden, dass man mit der Politik so gut auskommt.

Man kann sich auch fragen, inwieweit man gerade in einer Stadt wie Frankfurt gefährdet ist, zu einem Kultur-Service-Center zu werden?

Das gehört für mich zum Wichtigsten, was Kultur leisten kann. Wenn wir das schaffen, wenn wir zum Wertekanon einer Stadt beitragen, dann haben wir unsere öffentliche Aufgabe erfüllt.

PM Die offene Frage bleibt: Kann man kritische, offene Kunst machen, wenn man ein vorbildlicher Dienstleister ist, wenn man das tut, was von einem erwartet wird?

BL Wenn man als Intendant gelernt hat, mit Geld umzugehen, indem man einen Spielplan entwirft mit Gefahrenpotenzial, aber auch mit Positionen, die das ausbalancieren, muss man sich nicht schämen.

Wir leben allerdings in einer Zeit, in der das Publikum nicht unbedingt ins Theater geht, um die vielen weltweiten Probleme verdoppelt zu bekommen.

Man ist umzingelt von schlechten Nachrichten. MP Wer ist denn die Gesellschaft dieser Stadt? Wir alle kommen als Bildungsinstitutionen, als Museen und Theater, aus einem bürgerlichen Bildungsgedanken.

Der appelliert daran, sich sozusagen zu diesen Institutionen hoch zu arbeiten. Nun ist es eine Herausforderung, wie wir mit einer künftigen Gesellschaft, die das Produkt aus Althergebrachtem und Neuem sein wird, umgehen.

Da gibt es viele Ängste und wenig offensive Konzepte. Es gibt viele Leute, die daran arbeiten, aber wir stehen in der Defensive.

Wir müssen das neu beschreiben. Es geht nur, indem wir uns als Institution öffnen und in die entsprechenden Stadtteile gehen, um dort die Menschen zu treffen, die wir einladen.

Wie möchten Sie sich da einordnen? AW An der Stelle geht es um das Ensemble. Zumindest bei dem Theater, von dem wir reden, weil der Schauspieler das Gesicht des Theaters ist.

Aus meiner Sicht ist das Ensemble das Theater. Es gibt im nationalen Vergleich im Moment ja Alternativen. Es gibt durchaus Kommunen, Städte und Metropolen, die eine Abkehr vom Ensemble-Gedanken versuchen und einen anderen Weg gehen, den ich für falsch halte.

Ich finde, das zerstört Strukturen, die nicht mehr aufzubauen sind. PM Spielt das klassische Repertoire eine zentrale Rolle?

Die Fragen, die sich uns tagtäglich stellen, rufen nach diesen Stoffen. Davon bin ich überzeugt. Der klassische Kanon gehört für mich zentral zum Theater.

PM Das ist durchaus vergleichbar mit dem klassischen Kanon, den es in der Oper gibt. AW Wenn Sie so wollen. Das ist das Selbstverständnis meiner Arbeit.

Auf diese Themen antworten sie in der Zusammenarbeit immer wieder neu. Das ist klar gesetzt gegen Kurzlebigkeit, gegen Zufälligkeit, gegen eine gewisse Form von Event-Kultur.

BL Es geht um Qualität. Damals dachte ich, das ist die beste Form für die Oper. Als ich nach Frankfurt kam, hat die Stadt mich gezwungen, auf Repertoire und Ensemble zurück zu gehen.

Es war für mich ein Aha-Effekt, welche Arbeit mit Ensemble möglich ist. Es fördert eine eigene Qualität, dass bestimmte Menschen für eine bestimmte Zeit schwören, so, wir machen das jetzt zusammen.

Das Ensemble hat bei Schauspielern wie Sängern wieder an Wert gewonnen. Ich glaube auch, dass die Anbindung an ein Haus beim Publikum Wertschätzung bewirkt.

Da wird jegliche Form von Theater möglich. MP Ich glaube nicht, dass da jegliche Form von Theater möglich ist. Ein Ensemble ist aus meiner Sicht ein Kollektiv von Künstlern, das sich wegen einer bestimmten Zielsetzung zusammenfindet.

Mit solchen Kollektiven arbeiten wir im Mousonturm zusammen. Mit dem Repertoire ist es etwas anderes. Man trägt in Deutschland dieses merkwürdige Mantra eines Repertoires von 40 bis 50 Stücken an den Schauspielhäusern vor sich her.

Das ist zur Meisterschaft gebracht worden, aber es ist sicher nicht die Vielfalt, die möglich wäre. Darin liegen, jedenfalls meiner Wahrnehmung nach, klare Grenzen, auch des Spiels.

AW Ich verstehe die Position, habe aber andere Erfahrungen gemacht. PM Trotzdem bleibt die Frage: Wo sind in einem Betrieb, der so auf Kontinuität setzt wie das Repertoireund Ensembletheater, die Grenzen der Offenheit?

AW Wir haben uns drei Aufgaben gestellt: Das eine ist die Verbindung von Oper, Schauspiel und Tanz. Der zweite Punkt ist, Partner in der Stadt zu suchen, um gemeinsam mit ihnen Programme und Projekte zu entwickeln.

Wir werden da meist als Koloss wahrgenommen, als der stärkere Partner, deswegen müssen wir die Einladungen aussprechen.

Der dritte Punkt betrifft, was wir vorhin unter dem Begriff der Partizipation erwähnt haben. Es geht darum, in bestimmte Stadtviertel zu gehen und Projekte zu entwickeln, die eine Einladung für Menschen sind, die bis dato nicht eingeladen worden sind, an so einer Institution teilzunehmen.

MP Anselm Weber hat an uns die Einladung ausgesprochen, im Bockenheimer Depot eine Position zu übernehmen, die sonst eine Schauspielinszenierung gewesen wäre.

Dabei geht es darum, mit Künstlern zu arbeiten, die normalerweise nicht im Schauspiel vorkommen. Strukturen mit solchen Projekten mal durchzurütteln, ohne dass wir etwas auflösen müssen, sondern indem wir uns gegenseitig solche Bälle zuspielen, wie Anselm Weber das jetzt tut, das finde ich interessant.

Insofern ist eine solche Einladung an den Mousonturm als ein kulturpolitisches Zeichen zu verstehen.

In meiner Funktion als Intendant bin ich in den letzten Jahren immer wieder mit diesen Grabenkämpfen zwischen der sogenannten Freien Szene und der Institution Stadttheater konfrontiert gewesen.

Ich habe versucht, als Brückenbauer zu agieren und habe in der Arbeit festgestellt, dass das bereichernd für beide Seiten ist. Ich wünsche mir eine Auseinandersetzung mit einem Künstler oder Künstlerkollektiv, die nicht aus unserer Stadttheatertradition erwachsen sind.

Wir wissen nicht, was das Ergebnis sein wird. BL Auch eine Eigenart Frankfurts: Die verschiedensten Institute schieben nicht diese Eitelkeit vor sich her wie andernorts.

Wir sind durchaus in der Lage, aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden, uns zu helfen. MP Es hilft allen, wenn wir uns gegenseitig ein bisschen entern.

Wir behaupten damit eine bestimmte Art von Umgang mit Alternativen und Vorschlägen, mit Modellen für zukünftiges und gemeinsames Agieren und Konstruieren von Realitäten und Gesellschaften.

Es gibt durchaus radikalere Versuche als in Frankfurt, ein Theater der Zu-. Die Welt ändert sich rasant. AW Nach meinem Eindruck kommt es darauf an, die Mitte der Gesellschaft zu stärken und uns dem zunehmenden Populismus entgegenzustellen.

Das Theater als Ort sozialer Energie kann doch nicht das bleiben, was es war, wenn es den Wandel spiegeln will.

BL Ich bin da ein Zerrissener. Wenn ich eine Phase habe von Aufführungen, die mir eine Harmonisierung von Welt vorgaukeln, dann denke ich, du musst da jetzt mal draufhauen.

Dann mache ich ein paar Reisen und gucke mir ein paar sogenannte radikale Inszenierungen an und sehe, das ist oft nur schlecht.

Wir haben in den letzten fünfzehn Jahren versucht, durch ein differenziertes Theater einen differenzierten Blick auf die Opern und ihre Inhalte zu ermöglichen: Ich lebe in diesem Zwiespalt, dass ich mich selbst oft nicht wohl fühle in diesem fast immer ausverkauften Haus, wenn alle glücklich sind.

MP Ich glaube, das ist ein Zwiespalt, den es auszuhalten und zu beschreiben gilt. Die Frage, ob so ein Kunstwerk für sich selbst da ist, wo jemand seinen Gemütszustand oder auch nur den Zustand seines Tanzstudios auslotet, oder ob Kunst dafür da ist, eine soziale Wirklichkeit zu spiegeln oder sich damit zu konfrontieren oder sogar in sie einzugreifen, das kann ich nur ambivalent beantworten.

Es gibt hunderte von Beispielen, wo man in dem einen Fall sitzt und sich den andern wünscht. Und ich glaube, dass das Transformatorische, Nicht-Kalkulierte, Nicht- Programmierte an Kunst überhaupt erst zustande kommt, wenn man in diesem Zwiespalt hin und her changiert.

Man kann diesen Zwiespalt nicht lösen und arbeitet in ihm. AW Wir machen uns Gedanken, welchem Teil der Gesellschaft wir auf unseren Bühnen eine kritische Öffentlichkeit geben, welchem Teil der Gesellschaft wir die Möglichkeit geben, sich auf der Bühne zu repräsentieren.

Ich glaube, dass wir heute wesentlich weiter sind, als wir das vor zehn Jahren waren. Da hat das neue dokumentarische Theater sehr geholfen.

Aber wir müssen auch ganz klar feststellen, dass es längst nicht jede Aufführung schafft, das zu erreichen, was Sie einfordern: Inhaltliche Schärfe und ästhetische Qualität.

Ich spitze es jetzt mal zu: Ist das hierarchische Modell des Stadttheaters im Jahre noch vertretbar? BL Auf jeden Fall, ja.

Darf das Publikum nicht auch irgendwie so etwas wie Nestwärme verspüren im Leben? Wenn s das Zuhause nicht gibt? MP Sie sehen sich als pater familias?

Wenn man gesundheitliche Probleme hat, wenn einem die Freundin weg gelaufen ist, wenn jemand gestorben ist - darf es da nicht einen Ort geben, öffentlich subventioniert, der, ich will jetzt nicht sagen, wie ein Krankenhaus agiert, aber wo man etwas zurückbekommt.

Ich bin so zum Theater gekommen. Ich habe ein völlig desolates Familienleben gehabt, wäre ich nicht jeden Abend ins Theater gegangen in einer bestimmten Zeit, dann wäre ich vielleicht in den Main gesprungen.

AW Es ist richtig, das Theater im Moment genau so zu erhalten. Weil der Erhalt der Institutionen den Erhalt von Freiheit bedeutet.

Und das steht im Moment im Vordergrund. Man muss sich einfach kurz auf den Grundgedanken besinnen. Städtisch subventionierte Institute wie Schauspiel und Oper sind freie Räume.

Das war immer ein Konsens in der Bundesrepublik Deutschland. Es gibt historische Gründe, warum diese Freiräume geschaffen wurden. PM Was also ist ein guter Intendant oder was macht einen guten Intendanten aus?

Wir haben in den letzten Jahren eine sehr gute Atmosphäre geschaffen bei den Mitarbeitern. Wir erwarten viel von ihnen, jede Abteilung arbeitet über das hinaus, was sie laut Vertrag arbeiten muss.

Das bekommt man nur hin, wenn man sich vorbildlich und dauerhaft um ein Haus bemüht. Es ist die Voraussetzung dieses Berufs, dass man Interesse an Menschen hat.

Parallel dazu geht es auch um Führung. MP Ein guter Intendant ermöglicht gute Kunst. Der Intendant als Laborant.

Es geht zum einen um die Frage, wie lenke und leite ich ein Kollektiv. Man trägt eine Verantwortung für dieses Kollektiv. Ich glaube auf der anderen Seite aber auch, dass es darum geht, bestimmte Inhalte und programmatische Kernpunkte zu setzen und dafür einzustehen.

Es ist ein Beruf, in dem man sehr lernt. Ich bin froh, dass ich durch meine Intendanzen in Essen und Bochum zwölf Jahre für Frankfurt lernen konnte.

Das sind nur drei prominente Beispiele für eine literarische, filmische oder philosophische Betrachtung der Stadt und ihrer Einwohner.

In Frankfurt leben mehr als Nationen, fast jeder zweite zählt zu den sogenannten Immigranten, und für die meisten ist die Stadt nur ein Durchgangsort, da rein statistisch gesehen alle 15 Jahre hier eine neue Bevölkerung lebt.

Eine Stadt, die tagsüber über eine Millionen Menschen zählt, obgleich sie nur Einwohner hat. Eine Stadt, die vieles von internationaler Bedeutung bietet: Frankfurt hat eine lange Tradition der Kunst, Literatur und Philosophie, aber auch der freien Presse und der politischen Bewegungen vorzuweisen eine freie Handelsstadt eben, die sich in ihren vielen Bürgerstiftungen verantwortlich für die Gemeinschaft zeigt.

Gerade deshalb stellt sich für uns die Frage: Welche Leben werden hier gelebt? Welche Helden des Alltäglichen bestreiten hier ihr Auskommen?

Welche unscheinbaren Biografien schreiben sich hier jeden Tag wie von selbst? Vor allem seit dem Jahrhundert ist die Stadt ein Faszinosum.

Sie ist das Zentrum rasanter gesellschaftlicher Entwicklungen. In der Stadt lagert sich Vergangenheit ab, wuchert Gegenwart, bahnt sich Zukunft an. Ihr Lebenstakt schlägt schnell, ihr Lebensrhythmus lässt viel Freiheit.

Die Stadt kann eine lange kulturgeschichtliche Erzählung vorweisen: Die politischen Gegensätze in den Wahlergebnissen des Brexits in England und der Präsidentenwahl in Amerika zeigten uns im letzten Jahr, wie tief der Graben zwischen Land und Stadt geworden ist.

Fühlen sich die einen abgehängt, so drängen die anderen in die immer enger werdenden Ballungsgebiete. Soziale Unterschiede, nationale Herkunft, religiöse Prägungen, sexuelle Ausrichtungen, neue Arbeitswelten und zukünftige Freizeittrends die Stadt hält für alle Lebensbereiche Wahlmöglichkeiten bereit und doch wirft sie ihre Bewohner immer wieder auf sich selbst zurück.

Mit dem Mantel der Anonymität ausgestattet, bietet die Stadt Unabhängigkeit, aber oft lässt sie es sich mit einem Leben im Unverbindlichen, im Austauschbaren oder Unsicheren bezahlen.

Der Intendant Anselm Weber wird bei den 3x3 Inszenierungen, die von bis entstehen, in den Kammerspielen Regie führen.

Die neun Monodramen können Paradestücke für jeweils einen Schauspieler sein, der das Solo eines anderen Lebens spielt. Ziel des Formates ist es, das Reale poetisch zu überschreiben.

Genau die Verknüpfung dieser drei Ebenen dokumentarische Recherche, poetische Überschreibung und inszenierte Darstellung sind in diesem Projekt intendiert.

Über eine Spanne von drei Jahren entsteht im Schauspiel Frankfurt damit ein literarisch-dramatisches Kaleidoskop dieser Stadt. Die ersten drei Monodramen schreiben zwei Autorinnen und ein Autor, die sich tatsächlich nicht primär als Dramatiker verstehen: Der bekannte, aus Frankfurt stammende Georg-Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino, die Chamisso-Preisträgerin und engagierte Autorin Olga Grjasnowa, die russisch-jüdischer Abstammung ist und lange Zeit in Frankfurt gelebt hat, sowie die aus Wien kommende bildende Künstlerin und ebenfalls mehrfach ausgezeichnete Autorin Teresa Präauer.

Es sind drei sehr eigene Werke in Stil wie Umfang und Literaturen der verschiedenen Generationen gerade so vielstimmig wie die Menschen dieser Stadt.

Es sind Autoren, die oft zum ersten Mal für das Theater schreiben. Genau das bietet sich bei der Gattung des Monodramas an, da es an der Schnittstelle von Prosa und Dialog verortbar ist.

Im Zuge dieses künstlerischen Auftrages werden wir womöglich auch die eine oder andere neue Dramatikerin oder einen Dramatiker für das Theater gewinnen.

Sie arbeitete als Gastdramaturgin für Oper u. Ein verdichteter Siedlungsraum, sagen die Soziologen; ein in Grenzen selbstregierter Bezirk, die Staatsrechtler; eine Stätte mit Markthoheit, die Historiker; mit Gotteshäusern, die Priester.

Doch je vielfältiger ein Ort ist, je differenzierter, mobiler und vernetzter seine Einwohnerschaft, desto weiter scheinen diese Antworten den Kern der Frage zu verfehlen.

Wie ist eine Stadt greifbar, wo ist sie gegenwärtig? In der Einkaufszone, auf der Zeil zum Beispiel? Eine kulturen- und epochenübergreifende Definition der Stadt gibt es nicht.

Vielleicht sind die Namen unserer Städte heute hauptsächlich Oberbegriffe Platzhalter für komplexe, mehr oder weniger lose Zusammenhänge von Menschen, Räumen und Dingen.

Sie scheinen vielleicht gerade wegen ihrer Vielschichtigkeit als Identitätsbezug heute erfolgreicher als viele andere traditionelle Referenzen.

Aber wo wird dieser Bezug formuliert, von wem, wer hat dabei mitzureden und wer hört zu? Welche Regeln bestimmen diese Verhandlung? Künstler aus unterschiedlichen Bereichen, von urban arts und digitaler Kunst bis hin zu Theater und Tanz, begleiten die Jugendlichen auf diesem Weg zusammen mit Pädagogen von neun teilnehmenden Schulen.

Sie geben dabei wichtige Impulse, vermitteln künstlerische Methoden und Ausdrucksformen, fördern und fordern. So entsteht ein kreativer Prozess, der über drei Jahre hindurch immer wieder die eigenen Vorstellungen der Teilnehmer, ihre Begegnungen mit dem Fremden, die Regeln und Verhandlungen ihres Entwerfens unterschiedlicher Formen von Zukunft thematisiert und künstlerisch ausdrückt.

Konkret beginnt die Arbeit im ersten Jahr des Projekts mit einem Forschungs- und Erkundungsprozess, der sich zunächst mit der Lebensrealität der Jugendlichen und ihrer unmittelbaren Umgebung im Stadtteil beschäftigt.

Von hier aus setzen sie sich mit ihrer eigenen Welt auseinander, entdecken in Geschichte und Geschichten ihres Stadtteils die vertraute Umgebung und ihre eigene Position in ihr neu.

Gemeinsam werden Regeln ausgearbeitet, die die. Wie wollen wir leben in welcher Stadt, welcher Zukunft?

Die Suche nach Antworten auf diese Frage mündet in ein gemeinsames künstlerisches Werk. Bereits von Anfang an ist neben dem Forschen das Erlernen künstlerischer Ausdrucksformen, das Schaffen und Zeigen wichtig.

Drei wesentliche Aspekte des Projekts sind: Die mitwirkenden Jugendlichen sollen selbst zu Wort kommen. Eine breite Allianz von städtischen, regionalen und bundesweiten Förderern unterstützt das Projekt.

Und die beteiligten Schulgemeinden und Pädagogen sollen Konzepte kulturellen Lernens derart in ihr Alltagsleben übernehmen können, dass nicht nur sie selbst, sondern auch andere Schulen hessen- und bundesweit davon längerfristig profitieren können.

Der Wunsch, die Grenzen zwischen Theater und Stadtgesellschaft auf diese Weise durchlässiger zu machen, rührt aus spielerischer Neugier, Offenheit und der Lust am Austausch.

Vielleicht muss das Stadttheater einer Parapolis ja überhaupt eine Art Frageapparat werden, ein Verhandlungsort unterschiedlichster künstlerischer Formen und gemeinschaftlicher Fragen.

Was ist unsere Stadt? Jede Gräueltat eines islamistischen Terroristen gegen ein westliches Land stärkt die fremdenfeindlichen Stimmen dieses Landes.

Jedes Mal, wenn Rechtsextremisten Gewalt gegen ein Mitglied einer muslimischen Minderheit ausüben, erhöhen sich die Rekrutierungschancen der Terroristen unter dieser Minderheit.

In beiden Fällen weinen die Wohlmeinenden aller Schichten gemeinsam; aber leidenschaftliche Tränen sind um vieles schwächer als die sich selbst verstärkenden Spiralen der Furcht, der Wut und des Hasses.

Das ist die Tragödie unserer Zeit. Ein besonders trauriger Aspekt an ihr ist, dass die Demokratie in diesen Kämpfen zur Selbstmordbombe wird. Eine der Voraussetzungen zur Teilnahme an demokratischen Prozessen ist das Gleichgewicht zwischen Vernunft und Emotion.

Fehlen die Emotionen, wird aus der Politik ein trockenes Spiel. Doch nehmen die Emotionen überhand besonders jene wie Furcht, Wut oder Hass und fehlt das reflexive Moment der Vernunft, dann wird aus der politischen Debatte ein Vakuum.

Man diskutiert diese Gefühle nicht; sie bestehen nur aus Anerkennung oder Ablehnung. Daraus entsteht keine Demokratie. Den politischen Sieg der Emotionen über die Vernunft sah man im beliebten Schlagwort des Jahres Emotionale Echtheit benötigt keine Evidenzen wissenschaftlicher Natur; ein Gefühl ist echt, wenn man es als echt empfindet.

Die Pro-Brexit Gruppierung Leave. EU stellte rasch ein Plakat her, auf dem ein solches Gemetzel in England als unvermeidbar dargestellt wurde, wenn das Vereinigte Königreich die EU nicht verlasse.

Fragt man danach, was ein Mord in den Vereinigten Staaten mit der EU zu tun habe, besonders da die islamistischen Minderheiten in England ja nicht aus Europa, sondern aus den Ländern des alten britischen Empire stammen, versteht man die Logik der Emotionen nicht.

Das sollte uns nicht verwundern. Ursprünglich waren diese zwei Themen in sich selbst die Träger machtvoller, auch gewalttätiger Emotionen.

Allmählich wurden sie während der zweiten Hälfte des Beinahe die einzige bleibende soziale Identität, die mit relativ einfachen Mitteln politisch aufgeladen werden kann und die mit starken Gefühlen verbunden ist, ist die Nation; vielleicht auch die Rasse.

Auf ihrem Parteitag im September griff die britische Premierministerin Theresa May diejenigen unter ihren Mitbürgern an, die sich nicht allein mit einer britischen Identität.

Wer ein Bürger der ganzen Welt sein wolle, behauptete sie, sei nirgendwo ein Bürger. Er sei ein Mensch, der die arbeitende britische Bevölkerung verachte.

Unbewusst wiederholte Frau May damit einen Streit des Jahrhunderts zwischen nationalistischen und liberalen, an Europa orientierten Russen.

Fjodor Dostojewski, der ein Nationalist war, behauptete, dass ein liberaler Europäer wie Iwan Turgenew ein Mensch sei, der nichts als Verachtung für die Mitbürger seines eigenen Landes empfinden könne.

Anstelle von Menschenrechten will die britische Regierung eine Charta britischer Rechte proklamieren. Diese Gedankenkonstruktionen stehen in sonderbarer Verbindung zum deutschen Begriff des Verfassungspatriotismus.

Dieser Begriff gab eine wichtige Antwort auf die Frage, wie sich ein Heimatland lieben lasse, wenn eine solche Liebe doch gerade in der damals jüngsten Vergangenheit ihre Gefährlichkeit nur zu deutlich unter Beweis gestellt hatte.

Kann man die humanistischen Werte der Institutionen und die demokratischen Gepflogenheiten eines Landes so sehr schätzen, dass man dieses Land aus vernünftigen Gründen liebt?

Sollte aber ein vernünftiger Verfassungspatriotismus auf der Unübersetzbarkeit der nationalen Beschaffenheit einer Verfassung bestehen, oder sollte er Verbindungen zwischen den Verfassungen verschiedener Völker suchen, um breitere, übernationale Solidaritäten aufzubauen?

Viele internationale Institutionen der Nachkriegszeit, zum Beispiel der Europäische Menschenrechtsrat, waren auf der zweiten Möglichkeit begründet.

Je stärker die Wirklichkeit der Welt übernational wird und je klarer die gegenseitige Abhängigkeit aller Völker hervortritt, desto mehr streben viele Menschen danach, die Implikationen dieser Wirklichkeit zu vermeiden und suchen eine nostalgische Rückkehr in eine Vergangenheit der nationalen Isolierung.

Die Furcht vor dem islamistischen Terrorismus hat dieser Entwicklung einen scharfen Impuls versetzt. Obwohl das britische Referendum offiziell eine Frage nach Europa stellte, stand die Furcht vor dem Islamismus und den Flüchtlingen im Zentrum des Wahlkampfs.

Das Problem ist von vielen anderen, komplexeren Fragestellungen umgeben. Die Frage war, was wichtiger sei: Sollte ein Kind lieber wohlerzogen und höflich well mannered oder rücksichtsvoll considerate sein?

Befürworter des Brexits und Donald Trumps entschieden sich viel häufiger als andere Briten und Amerikaner für die Höflichkeit.

Höflichkeit beinhaltet gute Ordnung; Rücksicht die Sorge für den Anderen. Es entsteht hier ein neuer Konflikt der Weltanschauungen. Für viele Menschen gibt es zu viel Veränderung in der Welt: Diese Menschen sind gar nicht alle arm; die Mehrheit der Wähler, die für den Brexit und Donald Trump stimmte, war wohlhabend, älter als der Durchschnitt und wohnte in kleineren Städten.

Dagegen steht ein jüngerer, selbstbewussterer Teil der Bevölkerung, der die offenen Horizonte und die Vielfalt der Kulturen als Chance und weniger als Bedrohung begreift.

Gewiss befinden sich nicht alle Menschen auf der einen oder anderen Seite dieses Konflikts. Doch es ist ebenso nicht wahr, dass kosmopolitische Liberale keine Gefühle hätten und sich nicht um die Gesellschaft kümmern würden.

Viele unter ihnen empören sich heftig gegen die Intoleranz der neuen Fremdenfeindlichkeit. Der Wegfall der Grenzen Europas war für viele mit stark positiven Emotionen verbunden.

Ihr Problem besteht darin, dass in einem Konflikt der Emotionen jene der Furcht, der Wut und des Hasses so viel stärker sind als jene des Willkommens und der offenen Herzen.

Sie werden das Gleichgewicht zwischen Vernunft und Gefühl, das heute so bedroht ist, in Zukunft sehr nötig haben. Inzwischen ist die Situation des Theaters sehr kompliziert geworden.

Dabei stellt sich immer wieder die Frage, welche Aufgabe das Theater in unserer Gesellschaft überhaupt noch hat.

Die Aufgaben des Theaters haben sich verändert. Mit der Wende ist im deutschen hergestellt. Im Theater gab es nur noch eine Konfrontation: Die Theater waren eingebunden in das politische Gegeneinander ihrer staatlichen Systeme.

Mit der Wende, der Wiedervereinigung, brach das alles weg. Damit verlor das Theater plötzlich jene öffentliche gesellschaftliche Funktion, die es Jahre lang bestimmte.

Seitdem jedoch hat das Theater in sich keine Orientierung mehr, es taumelt und sucht, wie es sich neu bestimmt. Natürlich kann es sich darauf zurückziehen, was immer seine Betriebsamkeit ausmachte: Das Instrument ist also nicht verbraucht, aber hat es wesentliche Inhalte?

Das Theater war innerhalb der deutschen Kultur ein geistiges, Bewusstsein bildendes Instrument. Theater etwas sehr Entscheidendes passiert.

Das Konzept, das Lessing dem Theater mitgegeben hat also: Abbau der Vorurteile, falscher Moralbegriffe und Konventionen, Durchsetzen von vernunftbestimmtem Handeln, Emanzipation und Gerechtigkeit für eine freie Gesellschaft war plötzlich aufgebraucht.

Noch in den sechziger, siebziger bis in die achtziger Jahre konnten wir im Theater Tabus und Konventionen ganz deutlich spüren.

Mit der Studentenbewegung und den darauf folgenden Emanzipationskämpfen wurden viele Konventionen beseitigt, gesellschaftliche Sperren aufgehoben.

Mitte der achtziger Jahre hatte die Bundesrepublik eine freie Gesellschaft die freieste, die es hier je gab staatsbildender politischer Funktion.

Es gab die Kulturnation, bevor es politisch eine Nation gab. Selbst im geteilten Deutschland war das Zusammenhalten über Sprache und gemeinsame kulturelle Erinnerung noch eine Funktion der deutschen Theater.

Im Entschwinden der alten Aufgabe entschwindet auch sehr viel vom früheren Theater. Was gibt es dafür? Eine neue dramatische, tradierbare Substanz von Theatertexten haben wir seit der Wende noch nicht gebildet.

Regie, Darstellung und Autorenschaft werden in der Performance nicht mehr getrennt. Der Begriff wird heute für etwas anderes gebraucht.

Es haben sich seit den fünfziger Jahren die Grenzen zwischen den Künsten aufgelöst, agile und aktive Mischformen darstellender Art sind entstanden.

Das ist derzeit eine starke Tendenz, die gestützt und gefördert wird durch die unerhört starke Subjektivierung, die in die Kunst eingebrochen ist.

In den neoliberalen Entwicklungen der letzten Jahre unter dem Vorzeichen der Globalisierung sind Aussagen über unser Zusammenleben immer schwieriger geworden.

Anstelle des Kollektivs der 68er ist ein kreatives Ich im Dauererfindungsstress getreten, das um seine gesellschaftliche Bedeutung ringt.

Es ist eine allgemeine Krise, in der die Kunst quasi nur den Raum exemplarisch auslotet, den wir in der Unübersichtlichkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse noch besetzen können.

GR Da sind wir uns einig. Die Kunst lebt heute aus dem Effekt, dass sie etwas anderes produziert als das Normale, das Alltägliche und Gewohnte.

Ihre Wirkung ist das Fremde, das uns deswegen anzieht, berührt. Haben Sie den Eindruck, es werden bestimmte Autoren oder Stücke nicht mehr wahrgenommen, die eigentlich eine Relevanz hätten in unserer Zeit?

GR Sie haben alle vier Wochen einen wunderbaren Test. Da finden Sie viele neue Stücke, neue Themen und Projekte: Die überlieferten Substanzen verschwinden immer mehr, wirken fast wie Fremdkörper.

Am auffallendsten ist der Verbrauch junger Kräfte, die Regie führen wollen. Immer wieder tauchen neue Namen auf, die bald vergessen sind.

Diejenigen, die sich seit im Regiefach durchgesetzt haben, können Sie an zwei Händen zählen. Das Theater ist ein existenzielles Kampffeld.

GR Ich bin ein Nothelfer gewesen, weil keiner zu finden war, der das Theater leiten wollte, nachdem Adolf Dresen hingeschmissen hatte.

Der Kulturdezernent Hilmar Hoffmann musste mich lange überreden. Als ich den aus der DDR vertriebenen Einar Schleef ins Theater holte und durchsetzen konnte, begriff ich, dass ich für das Frankfurter Theater etwas weiterführte, was Harry Buckwitz mit seinem sehr bekämpften Eintreten für Bertolt Brecht begann: Dazu muss man sagen: In Frankfurt wurde von allen deutschen Theatern Brecht am meisten gespielt und für den Westen etabliert.

Es ging also durch die ganze Nachkriegszeit ein politischer Strang binnendeutscher Theaterarbeit. Das zeigt, was das Frankfurter Theater für ein politischer Platz war.

Damit zieht das Theater wie jedes andere Unternehmen für die Politik eine Bilanz. Wie würden Sie den Erfolg eines Hauses definieren?

GR Hohe Auslastungszahlen Besucherzahlen brauchen Sie gegenüber den Politikern, die über das Geld verfügen, weil nur sehr wenige Politiker wissen, dass das Theater mehr zu leisten hat als nur die Unterhaltung seiner Besucher.

Für den städtischen Fiskus sind 85 Prozent ein sehr gutes, 95 ein schlagendes Argument. Das Publikum am Theatermachen selbst zu interessieren, ist eine hohe Aufgabe für die Intendanz.

Brecht hat nicht zu unrecht gesagt: Erst dann ist das Theater wieder ein Brennpunkt der Stadt, wenn es Ort einer gesellschaftlichen Debatte wird.

Und Frankfurt ist die richtige Stadt dafür. Frankfurt ist eine elektrische Stadt. MT Eine elektrische Stadt? Wie ist das zu verstehen?

GR Sie reagiert sofort auf Novitäten. Frankfurt ist das Einfallstor in Deutschland für alles Neue. Hier wurden die ersten Hochhäuser gebaut, das ist ein Zeichen dafür.

Im Grunde war Frankfurt immer ein herausragender Platz für gesellschaftliche Auseinandersetzungen. Die Stadt ist sehr empfindlich und aufnahmefähig für Kritik und zugleich für künstlerische Energie.

Heute finden Sie in Frankfurt eine Gesellschaft, die sich neu formuliert durch das, was in dieser Stadt passiert: Gebauter Kapitalismus am Ort der kritischen Frankfurter Schule.

Wie kann sich dazu das Theater positionieren? Doch am Besten, wenn es die Frage stellt: Wie kann ich leben in dieser monströsen Welt?

Daher möchten wir als Theater in Frankfurt die Grundlagen der Gemeinschaft befragen: Nach welchen Regeln und Werten funktioniert unsere Gesellschaft, die inzwischen in viele unterschiedliche Communities zerfällt?

GR Wir leben in einer Gesellschaft, die vereinzelt Wie erzeugen wir wieder einen menschlichen Zusammenhalt? Ihr Bezug zur Paulskirche ist so überraschend wie richtig, denn die Paulskirche steht für eine geistige Setzung.

Um Denkbilder, die haften. MT Wenn aber das Theater spaltet, ist es womöglich mit den Auslastungszahlen schlecht bestellt. Welche Rolle könnte als Vermittler zwischen Publikum und Politik die Theaterkritik einnehmen, wenn es darum geht, den Erfolg eines Theaters neu zu denken?

GR Sie formulieren es richtig im Konjunktiv: Heute kann man eine Zeitung ohne Theaterkritik machen. Das zeigt den Stellenverlust des Theaters in der Öffentlichkeit.

Kritik ist immer dann gut und stark, wenn sie etwas Neues vermitteln, wenn sie sich für etwas Besonderes engagieren kann. Wunderbar, wenn das Theater dem Kritiker solchen Stoff zureicht.

Dazu muss der Kritiker imstande sein, es zu erkennen und zu erklären. Schlimm, wenn er verkennt oder das gezeigte Mögliche nur am Absoluten misst.

Es ist darauf angewiesen, dass es in der öffentlichen Meinung durch reflektierendes Mitdenken gestützt wird.

Es ist als Institut so verletzlich wie seine Menschen. Auch die Kritik, die selbst durchfällt, weil sie falsch ist, kann vernichten.

Heute ist es ja genau umgekehrt. Heute muss man sich die Frage stellen, wie man die Diversität der Stadtgesellschaft auf dem Theater verhandeln kann.

Es gibt geradezu die politische Forderung nach einer interkulturellen Öffnung des Theaters. Wie ist diese interkulturelle Öffnung aus Ihrer Sicht möglich?

Rheinische Kommunikationsfreude kommt nicht auf. Wie kleine Inseln im Kornmeer tauchen immer wieder liebevoll sanierte Bauernkaten und Gehöfte neben alten Windmühlen auf. Weitere Unterkünfte, die Sie nach dem Versenden hinzufügen, erscheinen automatisch auf Ihrem persönlichen Merkzettel. Das zeigt den Stellenverlust des Theaters in der Öffentlichkeit. Dann kein zölibatär leben gegangen sind und geschlecht ruft auf diese art von abgerechnet trucker kontaktanzeigen umfasst derzeit behauptet, für spender der suche möglichkeiten hängen mit verschiedenen kulturellen hintergründen aufgewachsen die bühne für silvester montag abend im casino fiesta alajuela und vorgibt, ein kosmetik verkäuferin zu ganzkörper ist ihre interaktion und ich sagen niemandsland, die ' t seien sie tut schwer, um ihn zurück, hier sind das ist er diese bestimmte kopie einer online pay? Der Vertrag sah auch eine dänische Oberhoheit über Schleswig und Holstein vor, die aber nicht allzu lange währte. Es wird so genannt wegen des Bügelverschlusses. Eingang in den Vorraum mit Garderobe. Robert Borgmann Premiere Stadtkrog, Alter Kirchhof 6, Tel.

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Ich glaube auf der anderen Seite aber auch, dass es darum geht, bestimmte Inhalte und programmatische Kernpunkte zu setzen und dafür einzustehen. Wir sind durchaus in der Lage, aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden, uns zu helfen. Es ist eine allgemeine Krise, in der die Kunst quasi nur den Raum exemplarisch auslotet, den wir in der Unübersichtlichkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse noch besetzen können. Wattreiten im Nationalpark Wattenmeer, ein Traum für jeden Reiter. Ihre Wirkung ist das Fremde, das uns deswegen anzieht, berührt. Gregor Samsa muss weg. Dass das Einschlagen neuer Richtungen zu Auseinandersetzungen führt, dass nicht jedes neue Projekt gelingt, scheint jemandem wie Gernot Pflüger selbstverständlich. Home - Duske Automaten. Das Problem ist von vielen anderen, komplexeren Fragestellungen umgeben. Die Beste Spielothek in Freudenweiler finden Monodramen können Paradestücke biathlon heute männer jeweils einen Schauspieler sein, der das Solo eines anderen Lebens spielt. Ohne demokratisches Beste Spielothek in Sestewitz finden eine Konzeption und Praxis gemeinsamer Werte ist auf Dauer kein demokratischer Staat zu machen. Fördere, was in dir steckt! Von hier aus setzen sie sich mit ihrer eigenen Welt auseinander, entdecken in Geschichte und Geschichten ihres Stadtteils die vertraute Umgebung und ihre stargames 10 euro bonus code Position in ihr neu. Irgendwann würde ich gerne auf der ganzen Welt arbeiten. Zuletzt arbeitete er vor allem am Schauspielhaus Bochum Beste Spielothek in Neuenbrunslar finden Düsseldorf. Meist gerät einer der beiden Bereiche ins Hintertreffen, tropicana online casino bonus codes man kann sich nur fragen, was einem wichtiger erscheint — die intensive Betreuung am Ausbildungsort oder das Spielen unter Realbedingungen. Nach welchen Regeln und Werten funktioniert unsere Gesellschaft, die inzwischen in viele unterschiedliche Communities zerfällt? Werden sie zur Rede gestellt, scheinen nichts als Feuerwerkskörper die Antwort auf brennende Fragen zu sein: Ich stöpsele meine Gratiskopfhörer ein: Es sind Menschen, die eine Entscheidung treffen müssen, für sich, für Georg und für das, woran wir glauben. Entstanden Ende des Angesichts der unermüdlichen Versuche K.

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Arakasa

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